Esel-Feuerwehr zum Schutz für Spaniens Nationalparks*

Die Regionen Doñana, Galizien und Katalonien setzen seit etwa 10 Jahren verstärkt Esel 🫏 zum Brandschutz ihrer Wälder 🌲🌳🌲ein. Die durch den Klimaschutz steigenden Temperaturen 🥵 mit immer längeren Dürreperioden ☀️, das Abwandern der Bevölkerung aus ländlichen Gebieten mit einer Abnahme der Viehbestände hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass sich immer mehr trockene Vegetation ansammelt was guten Brennstoff 🪵🍂 für den nächsten Waldbrand 🔥liefert.

Spanien hat sich deshalb auf ein uraltes Mittel gegen diese Walbrände besonnen, in dem es Esel in den betroffenen Regionen weiden lässt. Das Wüstentier Esel 🫏 zeichnet sich durch seine große Hitzeresistenz bei gleichzeitig großer Trockenheitstoleranz aus und findet auch in steinigstem Gelände 🪨noch genug Nahrung 🌾. Der Verzehr von Ästen und überhaupt trockener Vegetation stellt für ihn kein Problem dar. Damit hält er das Unterholz auf ursprüngliche Art kontinuierlich kurz ✂️.

Im letzten Jahr waren fast 1 Mio. Hektar Wald abgebrannt, Katastrophenzonen mussten ausgerufen werden. Demgegenüber stehen jetzt Esel, welche tagein tagaus, also von März bis November, 7 Stunden am Tag, die trockene Vegetation im Zaum halten. Bereits seit 2014 streifen 18 „Feuerwehr-Esel“ 🚒👩🏻‍🚒 durch die Umgebung des Nationalparks Doñana. Einst ausgesetzt erfüllen die Tiere nun eine wertvolle Aufgabe als Brandschützer. Dabei sind sie überwacht 📹 und werden regelmäßig mit Wasser 💦 versorgt. So ist es den Eseln zu verdanken, dass es in Doñana seit rund 9 Jahren keinen Brand mehr gegeben hat.

Das Modell machte Schule und so wurden Esel auch in anderen Regionen, etwa in Katalonien und Galizien eingesetzt – alle mit dem gleichen Erfolg. Der Einsatz der Esel verbindet Naturschutz, Wiederbelebung des ländlichen Raums und vorbeugenden Brandschutz. Durch das Anbringen von GPS-Sendern 🖲️ konnte beobachtet werden, dass die Tiere täglich bis zu 19km zurücklegen.

Doch Esel allein können die Waldbrandgefahr nicht komplett verhindern. Hierzu bedarf es einer vorausschauenden Forstplanung, eines aktiven Flächenmanagements und der Abkehr von Monokulturen mit leicht brennbaren Kiefern 🌲 oder Eukalyptusbäumen.

Und trotzdem stellt die Wiederbelebung der Gebiete mit den Feuerwehr-Eseln ein wertvolles Mittel im Kampf gegen den Waldbrand dar.

* Anmerkung:  Dieser Artikel ist eine Zusammenfassung des Beitrags „Spain’s ‚donkey firefighters‘ are preventing blazes in an important national park“, erschienen am 15.04.2026 bei Euronews.com.

Quelle:

https://www.euronews.com/2026/04/15/spains-donkey-firefighters-who-havent-let-donana-burn-for-a-decade

Solch ein Nahrungsangebot finden Spaniens Feuerwehr-Esel sicher nicht vor © Sabine Schmidt, Hanau.
Solch ein Nahrungsangebot finden Spaniens Feuerwehr-Esel sicher nicht vor © Sabine Schmidt, Hanau.
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Eselstute mit Fohlen © Puck Plötz, Asinerie Cleeberg © Puck Plötz, Asinerie Cleeberg
Eselfreunde © Sabine Schmidt, Hanau. © Sabine Schmidt, Hanau
Eselhengst beim Deckakt © Puck Plötz, Asinerie Cleeberg
Eselin mit Fohlen © Puck Plötz, Asinerie Cleeberg
EselMitAMS1 © Simone Platzen, Grünsfeld
PlastelineQueschnittKnochenHufrehe_1 © Puck Plötz, Asinerie Cleeberg
Eselherde © Zinkevych@freepik.com
Eselblog_Eselhaltung Abb. Kopfverletzung eines Poitoueselhengstes durch Tritt. © Puck Plötz, Cleeberg
Esel mit Maulkorb © Axel Dietrich, Steinheim
Susanne Pichon © Nanna Hüttel, Nürnberg
Der_Alte_Esel-Blogbeitrag © Malou Rochell, München
Euphorie Sommer 2011 19 Jahre alt © Puck Plötz, Cleeberg
Fajas Distel © Puck Plötz, Cleeberg
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