Wie bewege ich einen „störrischen“ Esel?

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Esel gelten als stur und widersetzlich, wobei dies in den meisten Fällen ungerechtfertigt ist: Anders als Pferde, sind Esel keine reinen Fluchttiere. Erscheint ihnen eine Situation unausweichlich, frieren sie an Ort und Stelle ein (sog. „Freezing“), um erstmal gebührend über alles nachzudenken und kritisch abzuwägen.

Wenn sich ein Esel also einfach nicht bewegen will, muss der Grund dafür gefunden und bestenfalls abgestellt werden 🤔. Will er tatsächlich nicht oder kann er nicht? Hat er Schmerzen oder Angst? Es ist wichtig abzuwarten, bis sich der Esel an die neue Situation gewöhnt hat und dann vielleicht mitgehen will.

Es kann hilfreich sein, dunkle Gänge auszuleuchten 💡, Türen und Tore so weit als möglich zu öffnen, rutschige Böden mit Streu auszulegen oder ggf. das Partnertier vorausgehen zu lassen. Das Locken mit dem Lieblingsfutter wirkt oft wahre Wunder. Eine Longe, weit oben um die Hinterhand geschlungen, kann den Esel davon abhalten, wieder zurück zu weichen und vermittelt Halt und Sicherheit. Auch Augenbinden helfen Eseln manchmal, Mut zu fassen und loszulaufen.

Wichtig ist also, es dem Esel erstmal gleichzutun: Geduldig nachdenken, um die Situation einzuordnen und die Ursache zu finden. Ursache abstellen oder Hilfsmittel einsetzen – wir können viel von den Langohren lernen. 😉

Über den Tellerrand: Geschichten von „störrischen“ Eseln erzählt schon die Bibel. Mag man gläubig sein oder nicht, ich finde die Geschichte von Beliam und seiner Eselin im 4. Buch Mose, Kapitel 22 sehr anrührend und lesenswert: https://www.bibleserver.com/LUT/4.Mose22

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